Von Arnstorf nach Österreich
Südlich von Arnstorf beginnt der Bockerlbahn-Radweg und durchquert das Kollbach-,
Simbach- und Sulzbachtal. Die Strecke bezaubert durch eine jahrhundertealte bäuerliche
Kulturlandschaft mit kleinen Weilern, Dörfern und historischen Gebäuden. Bei Postmünster
wechselt man auf den Rottalradweg. Entlang der Rott verläuft der Weg durch das reizvolle
Rottal, vorbei an den Heil- und Thermalbädern Bad Birnbach und Bad Griesbach. Er mündet
bei Pocking in den Römerradweg, der direkt zum „Europareservat Unterer Inn“ führt.
Schlickbänke, ausgedehnte Schilfufer, mit Weiden bewachsene Inseln und unberührte
Auwälder sind Lebensraum für mehr als 300 Vogel- und 800 Schmetterlingsarten sowie
zahlreiche seltene Pflanzen. Das geschützte Feuchtgebiet „Europareservat Unterer Inn“
zählt zu den sieben artenreichsten Biotopen in Bayern.
Länge einfach: 107 km Radwege: Bockerlbahn-Radweg, Rottalradweg, Römerradweg
Einkehr: „Zum Mautner“ in Hainberg 08723.651 / „Gastwirtschaft Hilz” in Holzham 08723.1337
Der südliche Bockerlbahn-Radweg im herrlichen Hügelland verbindet mit kleineren Steigungen
das Kollbach- und das Sulzbachtal miteinander. Entlang der Radstrecke laden Gasthöfe
wie „Zum Mautner“ in Hainberg oder „Gasthof Hilz“ in Holzham zur niederbayerischen
Brotzeit ein. Vorbei an Schloss Schönau mündet der Bockerlbahn-Radweg bei Postmünster
in den Rottalradweg. Dort radelt man flussabwärts entlang der Rott nach Pfarrkirchen,
dem Ort mit der ältesten Trabrennbahn Bayerns. Durch das Rottal führt die Strecke weiter
nach Bad Birnbach und mündet bei Pocking in den Römerradweg. Auf vielen Schautafeln
entlang des Radweges wird die Geschichte der Römer in dieser Region erzählt. Ein
Abstecher in das archäologische Museum „Dreh-scheibe Pocking – Spuren der Geschichte“
lohnt sich allemal. Pocking gilt als Zentrum der „Rottaler Pferdezucht“. Das Rottaler
Pferd ist eines der seltensten Pferderassen Europas. Durch die Pockinger Heide führt
der Römerradweg nach Kirchham zur „Tuttinger Mühle“, eine der zahlreichen Wassermühlen
am Kößlarner Bach. Das sich anschließende Natur- und Vogelschutzgebiet „Europareservat
Unterer Inn“ mit seinen angrenzenden Auwäldern ist ein besonderes Naturerlebnis. Rund
300 Vogelarten nutzen das Feuchtgebiet als Brutstätte und Rastplatz. Geführte Wanderungen
und Vogelexkursionen bietet das „Infozentrum Ering“ an. Dort befindet sich auch ein
Grenzübergang nach Österreich.